Projekt Urlaub

„Duhuu, Tibbi? Ich habe eine Überraschung für dich.“ Marti Narens grinste verzückt. Professor Cannabidiotis sah von seiner Lektüre über aussterbende Tierrassen auf. Er liebte Überraschungen und die von seiner momentanen Lebensabschnittspartnerin ganz besonders.

Lauschangriff

Ich bin zwar kein Technikfreak und schon gar kein Nerd, aber ich weiß schon ein paar Sachen.

Zum Beispiel weiß ich, dass man über die Kamerafunktion des Computers oder des Handys ausspioniert werden kann.

Auch über die Standorterfassung vom Handy. Das GPS kann natürlich ganz leicht feststellen, wo sich jemand befindet, also habe ich die Kamera ausgeschaltet beziehungsweise zugeklebt, Standorterfassung deaktiviert.

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Besserwisser-Antigen

Scheinbar habe ich mit meinem Post über das Besserwisser-Gen den Nerv vieler Genervten getroffen. Jedenfalls erreichten mich E-Mails verschiedenen Couleurs. Je nach Gesinnung gingen sie in die eine oder andere Richtung. Will heißen, meine Vermutung, dass das Besserwisser-Gen verbreiteter ist als ich dachte, trifft wohl offenbar zu. Yes! Ich wusste es … Viele, (genauer gesagt, … Besserwisser-Antigen weiterlesen

Schwimmlaufen für Frösche

Sie schlenderten langsam weiter, auffällig unauffällig auf die rechte Seite schauend, als jemand Marti von hinten auf die Schultern haute.

„Marti, altes Haus! Professor! Seid ihr das wirklich?“

Tibor und Marti drehten sich zögernd um. Vor ihnen standen die Frau und der Mann, an deren Stand sie sich vorbeischleichen wollten. Hat wohl leider nicht ganz geklappt.

Marti lächelte gequält. „Hallo Anton. Hallo Mona. Wie schön, euch nach so vielen Jahren wiederzusehen. Wie geht es euch? Wie geht’s der Katze? Und was machen eure Geschäfte?“
Das war das Stichwort für Karton-Anton. Mit übersprudelnder Begeisterung lud er sie in seinen Vorsorge-Garten ein, der gleich um die Ecke lag.

Es sind die Ohren

Seit Undsonstsoblog-Gerin Marti Narens die Arkel-Arche entdeckt hatte, war sie auch beim knallharten Kern der Wissenschaftler als seriöse Hobbyarchäologin verschrien. Sie konnte den vielen Einladungen, die sie bekam, kaum folgen. Einer jedoch konnte sie nicht widerstehen: einer Reise in das Heimatland der berühmtesten Büste der Welt. Ägypten. Heimat der Nofretete. „Die Schöne ist gekommen“. Doch … Es sind die Ohren weiterlesen

Spiegeltalk

Irgendwie fühle ich mich immer öfter und immer länger morgens wie zerknautscht, wenn ich nach dem ersten Kaffee mit noch immer nur halb geöffneten Augen ins Badezimmer schlurfe, um mein morgendliches Pimp-up-your-face zu beginnen. So auch heute. Nach einem Schwall eiskalten Wassers öffneten sich meine Schweinsäuglein etwas mehr und wurden etwas größer. Allerdings waren sie … Spiegeltalk weiterlesen

ARCHA-ISCH

Als Undsonstsoblog-Gerin Marti Narens um die Kurve kam, glaubte sie, ihren Augen nicht trauen zu können. Es war also tatsächlich wahr und kein Hirngespinst oder eine falsche Spur wie so oft in der letzten Zeit! Es hob sie sprichwörtlich aus den Latschen. Gut hinter Bäumen und Büschen versteckt, doch real. Sie existierte. Die Bloggerin jubelte … ARCHA-ISCH weiterlesen

Töne und anderer Wahnsinn

„Ja gut, vielleicht hätte ich anders reagieren müssen. Aber ich war halt wütend, und dann werde ich nun mal aggressiv“, sagte ich kleinlaut. Die Frau, die mir gerade entgegenkam, sah mich sehr, sehr merkwürdig an und beschleunigte dann ihre Schritte um ein Vielfaches.

Pudding und andere Gefährlichkeiten

Nur ab und zu gibt eine kleine Lücke im Geäst den Blick auf die schwarze Wasseroberfläche frei. Ängstlich beobachte ich, ob sich das Wasser bewegt. Gibt es hier Moormonster? Ein lautes Knacken lässt mich zusammenzucken.

Entsorgung eines Hundes

Ich zuckte zusammen. Hatte ich das richtig gehört? Der Hund war zu alt und musste deshalb nach Meinung der Frau weggegeben werden?

„Ich tu dich gleich wech, du bis auch alt“, ertönte die Stimme des Fahrers, offensichtlich der Ehemann und mir sofort sympathisch, weil er den alten Hund verteidigte.

Ich schielte unauffällig in das Auto. Eine tiefengebräunte Frau mit wasserstoffblonder, sturmfest verhaarsprayter Frisur saß auf dem Beifahrersitz. Ledrige Haut und Altersflecken auf dem für mich sichtbaren, da auf der Fensteröffnung liegenden, Arm ließen ein Alter von jenseits der sechzig vermuten. Rosafarbener Nagellack, Goldringe und –armband. Eine Bluse mit schreiendem Muster. Der Rest befand sich unterhalb des Fensters und entzog sich meiner Sicht.